Jupii, wir sind eingezogen!
«Wenn alles nach Plan läuft, können die Kinder dieses Jahr im Neubau Samichlaus feiern», schrieb das Oltner Tagblatt nach der Aufrichtefeier im April. Es ist tatsächlich alles nach Plan gelaufen, und wir haben tatsächlich Samichlaus gefeiert im neuen Gemeinschaftsraum. Es war notabene der erste offizielle Anlass in diesem modernen, und doch wohnlich-gemütlichen Neubau. Die eindrückliche Punktlandung ist in erster Linie dem Planungs- und Bauleitungsteam zu verdanken. Candio Architekten aus Zürich und Schenker Architektur & Bauleitung aus Neuendorf haben den Neubau entworfen beziehungsweise umgesetzt. Für die Kinder wie auch für die Leitung und Betreuenden ist es ein erfüllter Traum und eine neue Welt.









Nach acht Jahren Planung und Vorbereitung sowie eineinhalb Jahren Bauzeit haben unsere Kinder, Mitarbeitende und Zügelprofis am ersten Dezemberwochenende die Ärmel hochgekrempelt. Einrichtungen, Arbeits- und Büromaterial, aber auch alle persönliche Sachen der Bewohnenden wurden buchstäblich «über die Gasse» gebracht, vom bisher viel zu engen Wohnhaus in den grosszügigen Neubau vis-à-vis. In dessen direkten Genuss kommen die zwei jüngsten Wohngruppen (0 bis 8 Jahre). Die älteren Kinder und Jugendlichen bleiben in ihren angestammten Räumlichkeiten, profitieren jedoch ebenfalls von wesentlich mehr Platz und Privatsphäre. Endlich hat jede und jeder von ihnen ein eigenes Zimmer, wie es die kantonalen Richtlinien vorsehen. Die anhaltend starke Nachfrage nach Heimplätzen wurde ausgerechnet am Zügelmontag wieder offensichtlich, als gleich drei Geschwister hier Unterschlupf fanden. Aktuell sind noch fünf Plätze frei.
Aurel (Name geändert) und sein Steckenperd «Pauli» galoppieren gerade durch den Korridor, andere Kinder verstecken sich in ihren Zimmern und befinden sich im Angewöhnungsprozess. Auch Betreuerin und Maltherapeutin Sonja Staub sagt: «Es ist noch alles so neu, wir müssen erst noch ankommen. Aber wir sehen bereits jetzt, dass wir viel näher bei den Kindern sind und unsere Arbeit besser machen können.» Es ist mehr Ruhe und Struktur eingekehrt. Institutionsleiterin Christa Misteli vergleicht: «Wir sind uns buchstäblich auf die Füsse getreten im ‘alten’ Haus, wo viele Kinder, alle Betreuenden, Lehrpersonen, die Köchin, die Raumpflegerin und der Hauswart den ganzen Tag ein und aus gingen. Jetzt ist alles entflochten, die Kinder erhalten mehr Raum, physisch und psychisch. Ich bin froh und dankbar für sie.»
Auch wenn man beeindruckt durch und um unseren baulichen Meilenstein geht, übersieht man schnell einmal, dass noch vieles fehlt. Vor allem Möbel wie z.B. Schränke, Tische und Sofas nehmen wir in Form von Spenden sehr gerne entgegen. Haben Sie Möbel und praktische Einrichtungsgegenstände, die Sie nicht mehr brauchen? Melden Sie sich bitte bei Institutionsleiterin Christa Misteli, christa.misteli@amitola-so.chm, 079 704 57 51.